Wer ins Eigenheim zieht, macht sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Gedanken darüber, wie sich die Immobilie langfristig optimal absichern lässt. Schließlich stecken in den eigenen vier Wänden oft nicht nur die Ersparnisse, sondern auch Kapital, das aus Schenkungen von Verwandten stammt, Förderungen oder Fremdkapital. Unterm Strich bleibt die Frage, wie sich a) ein Eigenheim versichern lässt und b) welche Punkte dabei eine besondere Rolle spielen.
Gebäudeversicherung: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Viele Eigenheimbesitzer schließen eine Gebäudeversicherung ab und sind im Anschluss der Meinung, sich adäquat gegen alle möglichen Risikofaktoren abgesichert zu haben. Experten bewerten die Gebäudeversicherung aber nicht selten anders. Das Problem: Wer nur den Beitrag bei der Suche im Blick hat, trifft schnell falsche Entscheidungen.
Zwar schützt eine Gebäudeversicherung grundsätzlich die versicherte Immobilie gegen „alltägliche“ Risiken ab, wie etwa Blitzschlag, Sturm und Hagel oder Leitungswasserschäden. Allerdings trennen sich Grundschutz- und hochwertige Tarife meist schnell, wenn es um umfassendere Leistungen geht. Einfaches Beispiel: Während einige Versicherer in ihre Tarife zur Gebäudeversicherung bereits diverse Elementarschäden als Leistungsfall aufnehmen, bleibt diese Schadenskategorie in anderen Tarifen vollkommen außen vor.
Dabei kann gerade das Elementarschadensrisiko in einigen Regionen erheblich an Bedeutung gewinnen. Darüber hinaus besteht über die Gebäudeversicherung auch die Möglichkeit, eine beitragsfreie Rohbauversicherung abzuschließen. Unterm Strich sind die Unterschiede zwischen einzelnen Versicherungen also deutlich, wie man auch bei einem Versicherungsvergleich, wie z.B. auf www.finanzen.de/gebaeudeversicherung-vergleich.html, erkennen kann.
Geltungsbereich der Gebäudeversicherung
Grundsätzlich schützt die Gebäudeversicherung eine Immobilie bzw. dessen Eigentümer vor dem finanziellen Schaden, welcher durch Brand, Leistungswasser, Sturm und Hagel usw. entsteht. Darüber hinaus sind auch Anbauteile (Terrasse, Balkon, Solaranlage) mitversichert, solange sie Gebäudebestandteil sind sowie Garagen, Carports oder Gartenhäuschen. Das Risiko für den Eintritt eines Schadens bemisst sich übrigens nicht nur an der Lage einer Immobilie, sondern auch an der Bauart (Dachung, Bauartklasse).
Gebäudeversicherung und Neuwertfaktor
Ähnlich der Hausratversicherung stehen Immobilienbesitzer hier natürlich vor einem Problem: Der Wert einer Immobilie und damit auch die Grundlage der Versicherungssumme ist eine dynamische Größe. Zwar muss generell jeder Versicherungsnehmer selbst dafür sorgen, dass Versicherungssumme und der Wert des Versicherungsgegenstandes zusammenpassen. Die Versicherungswirtschaft greift hier allerdings zu einem Trick – dem gleitenden Neuwertfaktor.
Dessen Basis ist die Umrechnung des Versicherungswerts auf einen fiktiven Gebäudewert zum Jahr 1914, von dem ausgehend die Versicherungssumme immer wieder entsprechend der Preisentwicklungen angepasst wird.




Januar 13th, 2012
Stan
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Möchte man bei der Gebäudeversicherung das Risiko von Hochwasserschäden absichern, darf man sich nicht wundern, wenn es viele versicherungen gibt, die diesen Punkt nicht mehr absichern. Denn in den letzten Jahren haben die Versicherungen für Hochwasserschäden viel Geld ausgegeben und gehen daher das Risiko gar nicht erst ein.